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14.08.2017

Das Programm für #SCOOP17 ist vollständig!

Journalismus und Mediennutzung entwickeln sich stetig weiter. Ob zwischen Redaktion und Social Media, zwischen Startups und etablierten Medienhäusern oder zwischen Journalisten und Nutzern – die Grenzen verschwimmen zunehmend, die Übergänge sind fließend. Dabei ermöglicht die Digitalisierung immer wieder neue Ansatzpunkte für innovatives Storytelling. Beim scoopcamp 2017 am 28. September tauschen sich hunderte Fachleute über diese Entwicklungen und weitere Themen an der Schnittstelle zwischen Redaktion, Programmierung und Produktentwicklung aus. „In diesen Zeiten stehen der unabhängige Journalismus und die freien Medien weltweit vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig war es dank digitaler Technologien nie einfacher, so viele Menschen auf so vielen Wegen mit guten Storys und bedeutenden Inhalten zu erreichen. In diesem Jahr steht jeder unserer vier Keynote Speaker stellvertretend für diese Herausforderungen“, sagt Meinolf Ellers, Mitinitiator und Chief Digital Officer der Deutschen Presse-Agentur.

Aus den USA ist Jigar Mehta (Fusion Media) zu Gast und spricht über den Status Quo von Online-Videos und welche Möglichkeiten sich daraus für Medienunternehmen entwickeln. Mehta wird in diesem Jahr zusätzlich mit dem SCOOP Award 2017 ausgezeichnet. Osagie Alonge von der Ringier-Tochter Pulse Nigeria berichtet über aktuelle Herausforderungen seines innovativen Online-Nachrichtendienstes. „Die Medienkultur in Nigeria ist bemerkenswert“, sagt Kai Diekmann, bisher Gesamtherausgeber der Bild-Gruppe, jetzt Berater des amerikanischen Dienstleistungsunternehmens Uber. „Das Zeitalter von Printmedien und TV wurde hier weitgehend übersprungen, die Medienszene in Nigeria ist 100%  digital und mobil. Junge Medien vor Ort und insbesondere Pulse Nigeria haben soziale Plattformen verstanden und verinnerlicht und nutzen diese so effektiv wie westliche Kulturen früher Druckerpresse und TV. Das ist gelebte Digitale Transformation.“ Eine weitere Keynote hält Vasily Gatov (USC Annenberg Center on Communication Leadership & Policy) zum Thema Fake News. Orit Kopel, die gemeinsam mit dem Wikipedia-Gründer Jimmy Wales die News-Plattform WikiTribune initiiert, wird in ihrer Keynote das bisher
unbekannte Konzept der Nachrichtenplattform vorstellen, die im September an den Start gehen wird.

Darüber hinaus warten zahlreiche interaktive Workshops und Diskussionsrunden auf die Gäste. So berichten Petra Kaminsky (dpa) und Adam Rifi (MINDS International) über das Projekt „Global Spotlight“. Christina Norden und Mira Nagar vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag werden zum Thema „Integration in der Nussschale. Eine digitale Sozialreportage auf hyperlokaler Ebene“ sprechen. Michael Schultheiß und Holger Wiebe (ZEIT Online) berichten über „Conversational UI – Design Thinking bei ZEIT ONLINE: Wie man in drei Stunden 30 neue Ideen findet“. Isabelle Sonnenfeld vom Google News Lab  beschäftigt sich in ihrem Workshop mit dem Thema „Bundestagswahl 2017 – zwischen Faktencheck und Trends“. Durch den Tag führt die Journalistin Eva Schulz.

Ein weiteres Programmhighlight ist die Präsentation eines Hackathon-Projekts, das bereits im Vorfeld des scoopcamp zum Thema „Design Sprint Publish_Public_Spaces“ stattfindet. Unter der Leitung von Meinolf Ellers (Chief Digital Officer der Deutschen Presse-Agentur), Prof. Stephan Weichert (Hamburg Media School) und Wolfgang Wopperer (mindmatters) stellen Studenten/innen der Hamburg Media School zusammen mit Vertretern/innen des next media accelerator-Programms und weiteren Teams ihre Ergebnisse live auf der Bühne vor. Abschließend versammelt sich das Plenum zu einer Podiumsdiskussion, um über die heutigen Bedingungen für Medienstartups zu diskutieren. Das letzte Wort gehört beim Abschlusspanel Medien-Experten wie Kai Gniffke (ARD) und Peter Kropsch (dpa).


14.08.2017

WikiTribune-Gründerin Orit Kopel im Interview

Wie der Journalismus mithilfe der Community revolutioniert werden soll? Ein News-Portal in Kooperation mit Nicht-Journalisten soll den Bürgern das Vertrauen in Medien wieder geben. Gemeinsam mit Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat die Anwältin für Menschenrecht, Orit Kopel, darum WikiTribune ins Leben gerufen. Auf dem scoopcamp 2017 (28. September) will sie das Projekt ausführlich vorstellen. Wir haben vorab mit ihr gesprochen.

Was denkst du, vor welchen Herausforderungen steht der moderne Journalismus heutzutage?

Die Hauptherausforderung ist der Mangel an öffentlichem Vertrauen in die neuen Medien. Die Öffentlichkeit traut dem modernen Journalismus nicht mehr zu, neutrale, zuverlässige und glaubwürdige Informationen zur Verfügung zu stellen. Leute wollen etwas über Fakten lernen, nicht einfach erzählt bekommen, was sie denken sollen. Social Media wurde zu einer alternativen Quelle für Nachrichten und wurde zu einer heftigen Konkurrenz für traditionelle Medien. Die Nachrichten-Welt ist definitiv kaputt und ich glaube, dass WikiTribune – ein hybrides Modell aus professionellem Journalismus und Mitarbeit der Community – die notwendige Evolution ist, die das öffentliche Vertrauen in Journalismus wiederaufbauen wird.

Mit Wikipedia und auch WikiTribune nehmen auch Nicht-Journalisten den symbolischen Stift in die Hand. Was entgegnest du Kritikern, die einen Abfall der journalistischen Qualität befürchten?

Wir haben immer geglaubt, dass Enzyklopädien nur von verifizierten, professionellen Gelehrten geschrieben werden müssen, um zuverlässig und glaubwürdig sein zu können. Wikipedia beweist uns die Kraft der Internet-Gemeinschaft beim Erstellen von glaubwürdigen und umfassenden Informationsquellen. Das gleiche kann nun mit Nachrichten passieren. WikiTribune wird die journalistische Qualität durch die Zusammenarbeit mit der Online-Community mithilfe des Rückgrats der professionellen Journalisten erhöhen.


In Zeiten von Fake News und sogenannten Mainstream-Medien, wirkt es, als hätten die Menschen ein starkes Bedürfnis nach deutlich demokratischerem Journalismus. Sind „Bürgermedien“ die logische Konsequenz daraus?

Bürgermedien sind bereits ein großer Teil der Nachrichten in der Welt. Fast 60 Prozent der Öffentlichkeit konsumieren Nachrichten via Social Media (laut Reuters Digital News Report 2017). Die traditionelle Wahrnehmung, dass nur professionelle Journalisten eine zuverlässige Berichterstattung bieten können, ist im Internet-Zeitalter nicht mehr tragbar. Wir alle haben einen besseren Zugang zu alternativen Informationsquellen und können die Fakten der Nachrichtenmedien anzweifeln. Der traditionelle Journalismus muss sich entwickeln und sich an den neuen Informationsfluss anpassen, der durch die technologischen Veränderungen verursacht wird. Während viele traditionelle Medienhändler versuchen, Bürgerjournalismus zu bekämpfen, arbeitet WikiTribune mit ihm zusammen, um einen besseren Journalismus zu schaffen.

Welche Eigenschaften/Qualitäten muss ein Media Worker heutzutage mitbringen?

Ich glaube, dass jeder Medienmacher nach Glaubwürdigkeit, Neutralität, Qualität streben muss, um die Zeit und die Intelligenz der Leser zu respektieren.


22.05.2017

Erste Keynote des scoopcamp bestätigt

Hamburg zeichnet Medien-Vordenker Jigar Mehta mit scoop Award 2017 aus!

Jigar Mehta, Experte für Online-Videoformate, Storytelling und digitale Strategien, wird beim scoopcamp in Hamburg für sein bisheriges Schaffen mit dem scoop Award 2017 ausgezeichnet. Der Senior Vice President Video bei der Fusion Media Group in San Francisco adressiert junge, aufgeschlossene und multikulturelle Zielgruppen mit intelligentem Onlinejournalismus. Bei der Innovationskonferenz für Medien wird er seine Erfahrungen mit dem Fachpublikum teilen. Veranstaltet von der Initiative nextMedia.Hamburg und der Deutschen Presse-Agentur (dpa) findet das scoopcamp am 28. September im Hamburger Theater Kehrwieder statt. Early-Bird-Tickets für die eintägige Fachveranstaltung sind hier erhältlich.


23.02.2017

scoopcamp 2017 – Innovationskonferenz für Medien am 28. September

Unter dem Motto „new storytelling“ versammelt nextMedia.Hamburg, die Standortinitiative der Hamburger Digital- und Medienwirtschaft, zusammen mit der dpa Deutschen Presse-Agentur am 28. September rund 250 Journalisten, Entwickler und Mediapreneure zum scoopcamp 2017. Im Theater Kehrwieder in der Hamburger Speicherstadt werden nationale und internationale Keynotespeaker zusammen mit gestandenen Medienmachern und Nachwuchsjournalisten über Trends und aktuelle Themen an der Schnittstelle zwischen Redaktion, Programmierung und Produktentwicklung diskutieren. Die ganztägige Innovationskonferenz für Medien wird sich auch in diesem Jahr wieder in einen Kongresspart am Vormittag sowie in Kleingruppen-Sessions zu aktuellen Medienthemen am Nachmittag aufgliedern.
Ab sofort können Interessenten die vergünstigten Pre-Agenda-Tickets bestellen.